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CHRISTOPH GENZ
Biografie

Christoph Genz – Songs and Arias

Die künstlerische Laufbahn von Christoph Genz deutete sich bereits früh an: Im Jahr 1971 in Erfurt geboren, ging er als Knabe nach Leipzig zum Thomanerchor. Hier wurde mit einer fundierten musikalischen Ausbildung und umfangreichem Repertoire eine breite Basis gelegt. Dem schloß sich ein Studium der Musikwissenschaft am King‘s College in Cambridge an. In dieser Zeit gehörte er auch dem King‘s College Choir an. Seine Gesangsausbildung setzte er bei Hans-Joachim Beyer an der Hochschule für Musik Leipzig sowie bei Elisabeth Schwarzkopf fort. Verschiedene Preise bei bedeutenden Gesangswettbewerben – darunter der 1 .Preis beim Internationalen Gesangwettbewerb 1995 im englischen Grimsby sowie der 1. Preis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 1996 in Leipzig – sorgten für nachhaltige Bestätigung des eingeschlagenen Weges. So begann eine nachhaltige Karriere, und schon bald zählte Chistoph Genz zu den gesuchtesten Tenören. Es zeigte sich rasch, daß seine lyrische, strahlende Stimme ein solches Reservoir an Farben auch bei leisen Tönen besitzt, daß er in der Oper und der geistlichen Musik, aber auch mit Liedgesang Publikum und Kritiker zu begeistern vermag. So war zum Beispiel in der Fachpresse über ihn zu lesen: „Er verfügt über eine leicht ansprechende, geschmeidig geführte Stimme sowie offenkundig über musikalisch stilistische Intelligenz.“ (Alfred Beaujean)

In der Spielzeit 1997/98 war Christoph Genz Ensemblemitglied des Theaters Basel. Gastverpflichtungen führten ihn unter anderem ans Paris Théâtre de Champs-Elysées, an die Mailänder Scala, die Dresdner Semperoper sowie nach Aix-en-Provence. In der Saison 2000/01 gab Christoph Genz als Ferrando in Mozarts "Cosi fan tutte" sein Debut an der Hamburgischen Staatsoper, wo er in den Folgejahren bis 2004 zum Ensemble zählte.Seitdem führten ihn Konzerte weltweit in die Musikzentren, etwa nach Leipzig, Wien, San Francisco oder Boston. Dabei traf er gelegentlich auch musikalisch mit seinem jüngeren Bruder Stephan zusammen, der – ebenfalls Ex-Thomaner – als Bariton gleichfalls Karriere gemacht hat.

Christoph Genz erhielt Einladungen für Konzerte, Liederabende und Opernproduktionen in Europa, Asien und den USA, unter den namhaften Dirigenten, mit denen er dabei zusammenarbeitete, finden sich Namen wie Ton Koopman, Herbert Blomstedt, Frans Brüggen, Marcus Creed, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Daniel Harding, Sir Simon Rattle, Philippe Herreweghe, Kurt Masur, Ingo Metzmacher, Peter Schreier, Helmuth Rilling, Sir John Eliot Gardiner, Thomas Hengelbrock, Marek Janowski und Giuseppe Sinopoli. Auch bei Festivals wie den Wiener Festwochen, den Luzerner Musikfestwochen, dem Festival in Aix-au-Provence, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival oder dem Swjatoslaw-Richter-Festival in Moskau war er zu Gast.

Diese CD präsentiert Christoph Genz in drei ganz unterschiedlichen  Repertoirebereichen. Den Beginn machen frühbarocke Lautenlieder, die man vor allem mit England verbindet, von denen es – wie hier zu hören – aber auch reizvolle deutsche Gattungsbeiträge gibt. Im Zentrum steht dann geistliche Musik Johann Sebastian Bachs, und in der ausdrucksvollen Solokantate "Ich armer Mensch ich Sündenknecht" ist der Tenor hörbar ganz in seinem Element. Den Abschluß bilden Lieder aus der Zeit der Klassik von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Interessanterweise sind wie zu Beginn auch hier deutsche und englische Texte zu hören, da Haydn seine Canzonetten auf Texte von Anne Hunter schrieb, die ihn damals mit der künstlerischen und intellektuellen Elite Londons bekannt machte. Ein weiteres Beispiel also für grenzüberschreitenden kulturellen Austausch.

Christoph Genz hat immer das sichere Gespür für den entsprechenden Stil, für den jeweils passenden Ton, und so staunt man über die Vielfalt und Wirkung seiner Ausdrucksnuancen. Die kultivierte Textverständlichkeit seines Gesangs tut ein übriges, Melodie und Sprache immer zur eindrücklichen Botschaft zu verbinden.