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ARNDIS HALLA
Biografie

Arndís Halla – Keep on Walking

Sie kommt aus einem kleinen Land – mit einer großen Stimme und der Mission, diese Stimme in der Welt zu erheben. Arndís Halla, Isländerin, Opernsängerin und The Voice of „Apassionata“, Europas erfolgreichster Unterhaltungsshow mit Pferden. Jetzt hat die Künstlerin, die in Island und Berlin gleichermaßen zu Hause ist, ihr drittes Album aufgenommen: Keep on Walking. Am 20. Januar 2012 veröffentlicht Edel:Records diese Traumreise in die faszinierenden Klangwelten der Arndís Halla. Begleitet von Band und Orchester zelebriert sie zwölf eigene Songs, in denen sie den Hörern ihre Musik, die Sprache ihrer Seele, eindrucksvoll ans Herz legt. Die kleinen, wirklich wichtigen Dinge des Lebens und die ganz großen Gefühle präsentiert sie in grandios arrangiertem Breitwand-Sound. Über allem schwebt ihre klare, kraftvolle Stimme, die mühelos die Grenzen zwischen Klassik und Pop überwindet und damit einen ganz eigenen musikalischen Kosmos zum Klingen bringt.

Der Opener, „Easy Nature of Life“, kommt als großes Versprechen daher. Druckvolle Klavierakkorde grundieren die dunkel durchwirkte Basis dieses symphonisch anmutenden Klanggemäldes, und umweht von luftigen Streichern erscheint Arndís Hallas Stimme – „It’s so easy to love life“. In der erfrischenden Einfachheit dieses ersten Satzes steckt die Quintessenz des gesamten Albums: Das Leben ist schön, wenn man der Schönheit eine Chance gibt. Und genau dazu ist Arndís Halla fest entschlossen. In ihren Songs umschmeichelt die Nonchalance des Pop die Tiefe der Klassik, und die Isländerin ist in beiden musikalischen Welten fest verwurzelt.

Die klassisch ausgebildete Sängerin machte sich bereits als „Königin der Nacht“ in Mozarts „Zauberflöte“ international einen Namen und brillierte in vielen anderen Opernpartien in Europa, Japan und Südkorea. Sie eröffnete mit ihrer einzigartigen Stimme die Filmfestspiele in Venedig und sang in „Ariadne von Naxos“ an der Isländischen Oper. Bei ihren Popsongs kommen ihr ihre im Opernfach erworbenen technischen Fähigkeiten zugute – und keineswegs in die Quere. Mit Kraft und Klarheit, mit ungeheurer Dynamik und dem Mut zum Pathos inszeniert Arndís Halla jeden einzelnen Song als kostbare, klanggewordene Fantasie einer Welt, in der am Ende alles gut wird. Das Titelstück erstrahlt als hymnische Feier einer sanften Melancholie, das besinnliche Liebeslied „Oh How I Love Him“ entwickelt sich feinfühlig von einem beinahe folkloristischen Gitarrenintro zu einem aufwändig orchestrierten und von kräftigen Schlagzeug-Beats angetriebenen Stück Orchester-Pop. Als Reminiszenz an ihre nordische Heimat kommt „Being Grown“ daher, mit Flötenmelodie und einer Kinderstimme, die ein herzerwärmendes Licht auf den archaischen Klang der isländischen Sprache wirft.

Dass Arndís Halla nicht nur die Atmosphäre der Gletscher und Geysire in Musik verwandeln, sondern auch stilecht von den Bars der Metropolen erzählen kann, zeigt sie in dem gedämpften Jazztitel „Sensual Night“. Zu den Höhepunkten des Albums gehören außerdem das Kinderlied „The Little Lullaby“ und last but not least die Disco-Nummer „Music In The Night“. Dieser Floorburner stellt einmal mehr die enorme Bandbreite in Arndís Hallas Musik eindrucksvoll unter Beweis.

Keep on Walking ist Arndís Hallas bislang wohl reifstes Album. In jedem einzelnen Song hat diese großartige Sängerin einen bestimmten Augenblick menschlichen Lebens, ein Gefühl, eine Atmosphäre festgehalten. „Ich weiß nicht, wie mein Leben geworden wäre, hätte ich die Musik nicht“, sagt sie, „wahrscheinlich hätte ich mich unvollständig gefühlt.“ Doch die Künstlerin hat die Musik, und die Musik hat sie – und das in absolut vollständiger Weise.