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WINTER & WINTER
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Winter & Winter ist ein unabhängiges Münchner Plattenlabel, welches sowohl im Jazz als auch der Klassischen und Neuen Musik beheimatet ist und allgemein ein grenzüberschreitendes Konzept verfolgt.

Winter & Winter wird 1995/96 von Stefan Winter aus der Taufe gehoben, nachdem dieser seine erste Produktionsfirma mit dem Namen JMT (Jazz Music Today) an Polydor K.K. in Japan verkauft. Im Gegensatz zum Label JMT, welches sich hauptsächlich der New Yorker Jazzszene von 1985 bis 1995 widmete, setzte Winter & Winter andere Maßstäbe. Jazz, Klassik, Weltmusik und HörFilme (Der Spiegel titelt: Kino für geschlossene Augen) bilden das musikalische Fundament. Mariko Takahashi, die am Konzept und an der Gestaltung von Winter & Winter seit Beginn mitwirkt, übernimmt 1998 die Vertriebsleitung und gründet 2002 zusammen mit Stefan Winter die Winter & Winter GmbH. Dieses Label beschränkt sich nicht nur auf die Umsetzung und Veröffentlichung von Musikproduktionen, sondern startet 2003 die Film Edition mit der Veröffentlichung des Kultfilms »Step Across The Border« von Nicolas Humbert und Werner Penzel. 2007 kommt die Literatur Edition hinzu, die sich der Produktion von Hörbüchern widmet; als erste Produktion dieser Reihe liest Filmregisseur Werner Herzog sein Tagebuch »Vom Gehen im Eis«.
Die Music Edition Winter & Winter bereitet unter anderem einem neuen, grenzüberschreitenden Musikstil den Weg, der sich nur schwer einordnen lässt und mit dem üblichen "cross-over" nichts gemein hat. Als erstes Projekt dieser Art wird Uri Caines »Urlicht« verwirklicht, eine spezielle Adaption und Neudeutung von Gustav Mahlers Musik. Die Uraufführung dieses Werkes findet im November 1995 in der Knitting Factory in New York statt und kann als die Geburtsstunde von Winter & Winter bezeichnet werden.
Winter & Winter produziert atypisch, selten werden Tonstudios einbezogen. Die Musik von Winter&Winter entsteht auf der Strasse, auf Gassen und Plätzen, in verlassenen Kirchen, in Scheunen und Hinterhöfen, machmal auch in Lofts, Varietés und auf Bühnen wohlklingender Konzerthäuser. Für die Aufnahmen der ausgewählten Themen werden bestimmte Orte mit unverwechselbarer Atmosphäre gesucht. Manchmal wehen Glockenklänge vom Markusplatz durch Wagners Musik (»Wagner e Venezia«), oder das Schnauben alter Dampfloks verklingt, wenn der Orient-Express (»Orient-Express, The Musical Travelogue«) Richtung Konstantinopel fährt. Die wundersame akustische Qualität der Villa Medici in der italienischen Brianza (»Robert Schumann, Für meine Clara«) bringt die schönsten Saiten von Originalinstrumenten zum Klingen. Der besondere Ort wirkt wie ein guter Regisseur, und ist so außerordentlich wichtig wie die Ausführenden selbst: Musikbesessene, begnadete Spieler, Tonkünstler, Musiker mit Leib und Seele: der zeitgenössische Komponist Hans Abrahamsen, der Virtuose Teodoro Anzellotti, das Arditti String Quartet, der Jazzdrummer Jim Black und seine Formation AlasNoAxis, die Stimme Theo Bleckmann, das spanische Barockensemble Forma Antiqva, die Freitagsakademie mit der Sopranistin Susanne Rydén, der Avantgardist Fred Frith [Echo Preisträger], der Gambist Vittorio Ghielmi, die Jazzgruppe Kneebody aus L.A., der Komponist und Pianist Uri Caine [dreifacher Echo Preisträger], das Originalklangensemble La Gaia Scienza um den Cellisten Paolo Beschi, der New Yorker Jazzmusiker Paul Motian, der Cellist und Klangspezialist für Werner Herzogs Filmmusik Ernst Reijseger, das Schönberg Ensemble unter anderem in Zusammenarbeit mit Mauricio Kagel, die berühmte Schauspielerin und Sängerin Barbara Sukowa [Echo Preisträgerin] und der japanische Tonkünstler Fumio Yasuda, um nur einige zu nennen. Mit jedem einzelnen Künstler entsteht Werk für Werk ein persönlicher Kanon, oft überschneiden sich diese einzelnen Kanons, manchmal stehen an den Schnittpunkten HörFilme wie »Metropolis Shanghai«, wo die jüdische Gruppe Brave Old World auf Wiener Schrammel Musik im chinesischen Ghetto trifft. Es lohnt sich immer, den Atlas der Klänge von Winter & Winter aufzuschlagen. Die HörFilme von Winter & Winter bilden ein eigenes Genre. Mariko Takahashi und Stefan Winter schaffen Klanggeschichten, die sich manchmal auf fiktive Stories berufen (wie »Im Zauber von Verdi« mit Fumio Yasuda, oder »Au Bordel« mit Noël Akchoté), machmal aber auch historisch begründet sind (wie »Tin Pan Alley« mit Uri Caine, oder »Waldhaus Sils Maria« mit Jürg Kienberger, oder »Metropolis Shanghai« über das Schicksal der Juden in ihrem Zufluchtsort). Oft sind diese HörFilme auch besondere Reisetagebücher der Klänge (wie »Cuadernos de La Habana«, »Hawai'i - Under the Rainbow« oder »Carnival in Trinidad«).
Winter & Winter bringt in der Regel nur eine Veröffentlichung pro Monat heraus, die allerdings bislang auch schon beispielsweise aus einer CD-Box oder einer Sonderedition (The Mauricio Kagel Edition zu seinem 75. Geburtstag) bestehen kann. Die Beschränkung auf wenige Produktionen ist Programm, da fast sämtliche Veröffentlichungen in eigener Regie produziert werden. Diese kleine Musikwerkstatt legt bei der Veröffentlichung auch besonderen Wert auf die Gestaltung und Umsetzung der Verpackung. Der außergewöhnliche, unverwechselbare Einband gefertigt in einer kleinen Manufaktur aus durchfärbtem Papier, mit aufwendigen Prägungen und kleinen Heftchen ist Markenzeichen. Mariko Takahashi und Stefan Winter beziehen oft spezielle Graphiker wie Günter Mattei aus München, Ruri Fujita aus Tokyo und Steve Byram aus New York in die Gestaltung der Veröffentlichungen ein, und Künstler wie Nobuyoshi Araki, Georg Baselitz, Yoshitomo Nara, Rinus van de Velde und Jerry Zeniuk entwerfen spezielle Arbeiten.

Künstler (eine Auswahl) :
Teodoro Anzellotti (Akkordeon)
Hans Abrahamsen (Komponist)
Theo Bleckmann (Gesang)
Jim Black (Schlagzeug)
Uri Caine (Piano, Komponist)
Forma Antiqva and Aarón Zapico
Mauricio Kagel (Komponist)
Paul Motian (Schlagzeug)
Ernst Reijseger (Cello, Komponist)
Fumio Yasuda (Piano, Komponist)
Stefan Zeniuk & Gato Loco

Seit Juli 2000 stellt Winter & Winter Arbeiten der bildenen Künstler, die am Coverdesign beteiligt sind, aus. 2010 eröffnet Winter & Winter im Hör- und Schauraum in der Viktoriastrasse 26 in München/Schwabing das Ladencafé "Coffee-Table am Viktoriaplatz" zum Hören aller Winter & Winter Produktionen und zum Lesen von Zeitungen und Magazinen bei einer Tasse Capuccino oder Tee und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten.

News

Zwei ECHO Klassik Auszeichnungen für Berlin Classics

29.06.2009 – Im Jahr 2009 sind gleich zwei Produktionen des Labels Berlin Classics (Edel:Kultur) mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet worden. Dies gab der Bundesverband der Musikindustrie e.V. bekannt.

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